Christian & Sonja Down Under

5 Wochen am anderen Ende der Welt

08November
2013

Flug nach Alice Springs

Wie gestern schon vermutet wurde die Nacht sehr kurz. Um sechs klingelte unser Wecker. Zum Packen waren wir gestern zu kaputt und zu müde. Aber mittlerweile haben wir schon Routine. Somit waren wir in Kürze damit fertig. Nachdem wir mit dem Shuttle am Flughafen angekommen waren, gab es erstmal einen Muffin zum Frühstück. Die Wartezeit auf das Boarding verbrachten wir mit freiem Internet von Quantas. Das mussten wir natürlich ausnutzen.

Unser drei stündiger Flug verging relativ schnell. Ist schon komisch, früher fanden wir drei Stunden fliegen eine lange Zeit, nun kommt es einem wie ein Kinderspiel vor. DerMensch ist einfach ein Gewohnheitstier.

Während des Fluges konnte man schon die unendliche Weite und Einsamkeit des Outbacks erahnen. Beim Landeanflug wurde einem das dann noch bewusster... Mit dem Shuttle Bus ging es in unser Hotel "Aurora". Auf den Weg dorthin sahen wir am Flughafen auch 2 Hallen des Royal Flying Doctor Service. Dieser ist eine gemeinnützige Institution, welche für die ärztliche Versorgung in den abgelegenen Gebieten des Outbacks im Notfall zuständig ist. Eine sehr wichtige Einrichtung in Australien, die sich vorallem auch über Zuschüsse und Spenden finanziert.

In Alice Springs haben wir uns dann erstmal noch zwei Moskitonetze für unsere Köpfe gekauft. Wer weis, ob wir diese im Busch noch benötigen?! Während unserer Einkaufstour machte Alice Springs einen sehr "ranzigen" Eindruck. Glücklicherweise ist es nur eine Durchgangsstation. Am Abend entschieden wir uns bei MC Donald zu Abend zu essen. Die anderen Lokalitäten hatten uns eigentlich alle abgeschreckt. Aufgrund der Warnhinweise für Touristen versuchten wir noch vor Einbruch der Dunkelheit wieder im Hotel zurück zu sein. In Alice Springs ist die Kriminalitätsrate sehr hoch. Es geschehen dort mehr Morde als in Sydney! Im MC gab es einen super günstigen Deal:

2 BigMäc
2 Cheesburger
4 kleine Pommes
6 er Nuggets
2 große Cola
2 kleine Cola

Zum Preis von 19,95 AUD (knapp über 14 Euro). Kann man nicht meckern oder? Als wir aufgegessen hatten ging es nichts wie schnell zurück ins Hotel. Glücklicherweise ohne Zwischenfälle. Dann hies es ab in die Falle um morgen früh fit zu sein.
07November
2013

Letzter Tag in Sydney

Heute wollten wir an unserem letzten Tag in Sydney auf jeden Fall eine Hafenrundfahrt machen. Wir fuhren mit dem Bus möglichst nahe an den Hafen. Dort erkundigten wir uns über die verschiedenen Angebote. Am Ende haben wir uns für eine 2 Stündige Kaffee-Fahrt entschieden. Wir überlegten noch kurz ob wir die Harbour Bridge besteigen sollten (es gibt einen Bridge-Climb Tour, bei der man ganz oben über die Brücke Laufen kann). Als wir jedoch die Preise ab 200 AUD sahen war klar, das uns dies definitiv zu teuer ist. Wobei es mit Sicherheit ein einmaliges Erlebnis gewesen wäre...

Da unsere Schiffrundfahrt erst um 14.30 Uhr los ging, machten wir uns auf, wenigstens dir Harbour Bridge auf dem Fußweg zu überqueren. Dies kostete ausnahmsweise wenigstens mal nichts... Auf der Brücke waren Massen an Joggern unterwegs ( fast mehr als normale Fußgänger), dies lag neben dem genialen Ausblick mit Sicherheit auch an dem frischen Wind der hier immer zu wehen scheint. Kurz in der Mitte den Moment genossen und mal wieder versucht das ganze Wirklich zu realisieren - Ja verdammt wir sind wirklich hier!!! Schon mussten wir auch wieder zurück in den Hafen, um rechtzeitig am richtigen Kai zu sein.

Nachdem wir uns auf dem Boot für das Sonnendeck entschieden haben, hieß es erstmal ein zweites mal mit Sonnencreme einschmieren. Die Sonne hier ist wirklich wesentlich aggressiver als bei uns. Wir fuhren vorbei an der Oper in Rchtung Manly. Am Uferrand waren immer wieder sehr schöne Anwesen zu sehen. Unser Reiseleiter erzählte bei verschiedenen Objekten die erzielten Preise. Diese bewegten sich von 15-50 Millionen AUD! Wahnsinn! Wir genießen das gute Wetter bei Kaffe und Keksen (diese waren im Preis inbegriffen). Zurück im Hafen durchfuhren wir einmal die Harbour Bridge und schon legten wir auch wieder an. Mittlerweile war es 16.30 und wir beschlossen dem Hard-Rock Kaffee einen Besuch abzustatten. Eigentlich wollten wir hier zu Abendessen, aber nachdem ein Burger hier um die 25 AUD kostete beschlossen wir unsere hart verdienten Kröten lieber wo anders auszugeben.

Da wir uns in der Nähe des Casinos befanden beschlossen wir dort gleich noch Geld zu wechseln. Als wir dort ankamen war bereits vor dem Casino relativ viel los. Lauter gestylte Leute und sogar Fernsehteams. Wir waren alles andere als Top gestylt und hatten auch noch unseren "Backpacker-Rucksack" dabei. Egal wir versuchen es. Sonja wartet außen mit dem Rucksack und ich versuche reinzukommen. Überall Securities und gestylte Leute... Zu meiner Verwunderung komme ich ohne Probleme durch, die Party findet scheinbar in einem anderen Bereich statt. Also nix wie hin zum Cashier, der in diesem Fälle eine Dame war und unsere letzten Euros in AUD getauscht. Als wir dann ums Casino herumliefen, sahen wir auch noch den roten Teppich und was für eine Veranstaltung hier stattfand. Es war der Australien Independent Music Award. Erkannt haben wir jedoch keinen der Künstler.

Als wir einen Fußgänger wegen des Busfahrplanes um Hilfe baten, sagte er uns, dass zwar einer noch fahren müsste, aber die Busse unzuverlässig sind. Da er eh in die gleiche Richtung musste, bot er uns an uns ein Stück zu begleiten. So quatschten wir ein bisschen mit ihm und er erzählte, dass er Journalist ist und auch bereits als junger Mann in Deutschland zu Besuch war. Zu mehr kamen wir auch schon nicht mehr, dann waren wir schon am Sydney Tower Eye. Auf dem Weg nach oben trafen wir noch einen Work & Traveller aus Bayreuth. Er war mit seiner Freundin unterwegs und erzählte uns, das es hier momentan so gut wie keine gut bezahlten Jobs gibt. Daher werden Sie anstatt 6 Monate wohl nur fünf Monate bleiben, und halt dafür weniger arbeiten.

Oben angekommen sahen wir uns dann Sydney bei Nacht an. Die ganze Stadt erstrahlte in den verschiedensten Lichtern und Farben. Auch die Harbour Bridge konnte man aufgrund der vielen Autos gut erkennen. Schon wieder trafen wir eine deutsche, welche schon heute bei der Bootsrundfahrt auf dem gleichen Schiff war. Nach einem kurzen Tratsch genossen wir noch kurz die Aussicht, dann mussten wir leider gehen, weil wir noch immer nicht zu Abend gegessen hatten. Da es schon sehr spät war, trieb es uns zu McDonald's. Hier gab es ein günstiges Menü mit dem Namen "Hungry Deal". Für 9,95 AUD (7 Euro) gab es ein Big Mäc Menü, einen Cheesburger sowie ein MC Sunday Softeis oder eine Apfeltasche. Da haben wir natürlich zugeschlagen. Nun hies es aber schnell nach Hause, denn morgen früh geht bereits unser Flug nach Alice Springs ins rote Zentrum. Und gepackt werden muss ebenfalls noch! Eigentlich wollten wir daher etwas früher nach Hause, aber als wir im Hotel ankamen war es bereits 11 Uhr. Puuuh das wird noch ein Stress! Morgen früh um kurz vor sieben holt uns bereits das Flughafen Shuttle ab...
06November
2013

Blue Montains

Da wir heute unseren Ausflug in die Blue Montains hatten, hies es für uns früh aufstehen. Um kurz vor sechs klingelte bereits unser Wecker. Wir wurden von einem Kleinbus am Hotel abgeholt, dieser brachte uns dann quer durch die Stadt zu einem anderen Hotel wo bereits ein weiterer Kleinbus auf uns wartete. Hier hatten wir auch schon den Lacher des Tages, da wir als letztes Einstiegen und die Tür noch offen war, eilte Christian nochmal nach vorne. Er versuchte die Tür zu schließen, aber sie ging sehr schwer. Als es ihm fast gelungen war, hörte man den Fahrer rufen "it closes auromatically" :) der ganze Bus lachte natürlich... Nachdem die Tür ja nun zu war, konnte es losgehen. Wir kämpften uns durch den morgendlichen Berufsverkehr in Sydney, einfach unvorherstellbar für unsere Verhältnisse wie lange man hier für einen Kilometer braucht. Wir fuhren am Olympia Gelände vorbei (die Spiele fanden im Jahr 2000 statt). Dann ging's endlich auf den Highway Richtung Blue Montains. Gegen halb elf legten wir eine kurze Pause bei Kaffee, Tee und Cookies ein. Nächster Halt war ein Aussichtspunkt über die Blue Montains, einfach Traumhaft. Hier könnten wir es ruhig länger aushalten. Aber unser Fahrer Werner (ein vor Jahrzehnten ausgewanderter Deutscher) fordert uns zur weiterfahrt auf. Es geht zu den 3 Sisters, einer Bizarren Gesteinsformation von 3 herausragenden Spitzen aus den Bergen. Nachdem wir dort angekommen waren, trennte sich die Gruppe auf. Wir und ein dänisches Ehepaar erhielten ein Lunchpaket und machten und auf den Scenic-Walk bei den 3 Sisters zu erkunden. Der Rest fuhr mit dem Bus weiter zum Mittagessen im Restaurant. Wir mussten unzählige Steile Treppenstufen hinabsteigen. Hier war es bereits bergab anstrengend... Die Dänische Dame bekam immer wieder Atemprobleme, so stoppten wir immer wieder für eine kurze Pause. Bei einem dieser Stopps trafen wir dann eine deutsche Backpackerin aus Würzburg, diese begleitete uns dann den Rest der Strecke. Eine halbe Stunde vor den vereinbarten Treffpunkt hatten wir noch nicht mal die Hälfte der Strecke geschafft. Handyempfang hatten wir natürlich auch keinen. Also machten wir uns ohne die beiden Dänen auf um unseren Reiseleiter zu informieren, im Eilschritt bewältigten wir den Rest der Strecke. Am Ende angekommen befand sich eine Bergbahn. Mit dieser fuhren wir hoch und suchten Reiseleiter. Dieser hielt schon verzweifelt Ausschau nach uns. Wir teilten ihm mit das die Frau Probleme hat und nicht so schnell laufen kann. Christian bot an nochmal runter zufahren und zu ihnen zurückzueilen um nachzufragen ob wir die Rettung verständigen sollen. Der Reiseleiter wollte in der Zwischenzeit schnell den Rest der Gruppe abholen. Christian fuhr mit der Bergbahn wieder runter. Unten angekommen staunte er nicht schlecht, weil auf der Einstiegsseite der Bergbahn standen auf einmal schon die beiden Dänen. Er eilte auf die andere Seite um sich nach ihrem Zustand zu erkundigen. Beide waren glücklicherweise wohlauf, wenn auch geschafft. Als die drei oben ankamen waren alle erleichtert. Wie die beiden Dänen den Rest der teilweise auch steilen Strecke doch noch in der Zeit schaffen konnten ist uns jedoch ein Rätsel. Egal, Hauptsache nix passiert! Mit einer Verspätung von einer knappen Stunde ging es dann zurück Richtung Sydney.
04November
2013

Einmal quer durch Sydney

Heute machten wir uns auf Sydney zu erkunden. Die einfachste und effektivste Variante ist da natürlich der Hopp on - Hopp off Bus. Wir nahmen gleich eine Kombiticket, welches den Stadtteil Bondi mit einschließt. Hier fährt nochmal ein separater Bus. Das erste mal Sprangen wir am Hafen aus dem Bus. Natürlich ging es gleich hin zum Wahrzeichen Sydneys - der Oper. Von dort aus hat man zeitgleich einen tollen Ausblick auf den Hafen und die dazugehörige Harbour-Bridge. Wir können es mal wieder gar nicht fassen, das wir hier sind. Zurück im Bus setzten wir unsere Stadttour fort. Zur besseren Aussicht gingen wir in das obere Abteil des offenen Doppeldeckers. Dort zog es zwar gewaltig, aber naja wenn man etwas sehen will... Vorbei ging es an verschiedenen Museen, Parks, Kirchen unterschiedlichen Stadtteilen usw.. Das nächste mal sprangen wir beim Fischmarkt raus. Nach einem kleine Fußmarsch kamen wir dort an. Es herrschte ein reges treiben. Wir überlegten zwar kurz ob wir einen Fisch essen sollen, da wir aber ja nicht gerade die Fischesser sind liesen wir es lieber bleiben. Stattdessen gab es jeweils einen Apfel. Auf dem Rückweg zur Bushaltestelle gingen wir in einen Supermarkt um uns noch etwas zu essen zu kaufen. Kaum drinnen ging ein Alarm los. Wir dachten erst es hat jemand etwas geklaut. Nach kurzer Zeit kam jedoch eine Durchsage, das es in dem Gebäude brennt und alle Kunden den Laden verlassen müssen. Zahlen konnten wir jedoch trotzdem noch schnell. Draußen angekommen sahen wir das aus dem Gebäude im ersten Stock qualm nach außen zog. Es dauerte nicht lange da rückte auch schon die Feuerwehr an. Nach einigen Minuten gingen wir weiter. Es machte den Eindruck, als wenn nichts schlimmeres passiert wäre. Die Feuerwehrleute gingen ihrer Arbeit ohne große Hektik nach.

Während unserer weiteren Busfahrt vielen uns viele top gestylte Damen sowie Herren auf. Viele der Frauen hatten elegante Hüte mit Federn auf dem Kopf. Ist das ein neuer Trend den wir verpasst haben? Wir rätselten immer mehr, da wir ständig wieder neue Leute sahen die ebenso gekleidet waren. In den Cafés und Bars war ebenfalls die Hölle los. Ebenso sahen wir fast alle dort Bier trinken. Zur Erinnerung es ist Dienstag Mittag. Wir denken uns nur, in der Mittagspause so gestylt rumlaufen und Bier trinken? Die sind ja drauf! Aber naja jeder wies ihm gefällt. Mehr dazu am Ende unseres Tagesberichtes...

Als wir mit dem Bus an einer Ampel anhielten, sahen wir vor uns ein Motorrad. Wahnsinnig ungewöhnlich ein Motorrad werdet ihr jetzt denken! Das ungewöhnliche war nicht das Motorrad, sondern der Fahrer hatte sich seinen Hund auf den Rücken geschnallt. Erst dachten wir es wäre ein Plüschhund, aber dann bewegte er sich auf einmal. Der ganze Bus lachte lauthals los. Ein echt witziges Bild. Hoffentlich handelt es sich bei dem Motorradfahrer um das Herrchen, nicht das der Hund von einer Rockergang entführt wurde!

Wir verliesen nun den Sydney Bus und wechselten an einer Haltestelle auf den Bondi-Bus. Bei der Tour durch den Stadtteil sprangen wir am berühmten Bondi-Beach wieder aus dem Bus. Dort gönnten wir uns am Strand jeder einen Junior Whopper von Hungry Jack. Meine Tomate warf ich einer Möwe hin (die gleichen wie auf Phillip Island). Das war ein Fehler. Im nu versammelte sich der Rest der Möwen um uns herum. Bis auf einen Meter kamen sie an uns heran. Verscheuchen liesen sie sich auch nicht. Das kann auch nur uns dummen Touristen passieren. Da wir die Möwen nicht los wurden, Verliesen wir unseren Sitzplatz und schlenderten am Kai entlang. Dabei beobachteten wir die Surfer, die Ausschau nach der perfekten Welle hielten. Wir liefen zur nächsten Haltestelle weiter und nahmen den nächsten Bus. Wieder zurück in Sydney beendeten wir unsere anstrengende Tour und es ging zurück ins Hotel.

Achja da war ja noch die Geschichte mit den Hüten. Abends im Hotel machten wir den Fernseher an. Da sahen wir das Ergebnis des Melbourne-Cups (Pferderennen). Heute war wohl der wichtigste Tag der mehrtägigen Veranstaltung. Auf dem kurzen Filmausschnitt des Rennens sahen wir, dass das Publikum ebenso fesch gekleidet war. So langsam konnten wir 1 und 1 zusammenzählen. Also noch mal kurz gegoogelt und siehe da. Nein es ist kein neuer Trend und die machen das auch nicht jeden Tag so. Der Dienstag des Melbourne-Cups ist teilweise sogar ein Feiertag. In Sydney zwar nicht, aber trotzdem fiebern all mit. Die Hotels, Bars, Kneipen veranstalten alle Events bei denen das Rennen live übertragen wird. Das erklärt nun auch warum, vor so vielen Bars ein Türsteher stand.
04November
2013

Camper Rückgabe und Flug nach Sydney

Die Nacht auf dem Campingplatz in Bachus March war eiskalt. Vor allem Sonja hat es richtig gefroren obwohl wir uns warm eingepackt hatten. Bereits um sieben sind wir aufgestanden um uns reisefertig zu machen. Heute hieß es jedoch auch noch alle Sachen ordentlich packen, denn wir mussten unseren Camper in Tullamarine abgeben. Um halb neun Verliesen wir endlich den Campingplatz um uns auf den Weg nach Sunburry zu machen. Dort hatten wir uns mit Birgit zum Kaffee verabredet. Nach einem kurzen Stopp mit Hausbesichtigung (richtig schnuckelig mit Palmen im Garten), ging es ins Zentrum in eine kleine Bäckerei mit wahnsinnig viel Auswahl. Dort tranken wir bei einem kurzen Plausch unseren Kaffee. Die verschiedenen Frühstücke, Sandwiches und Plunder (Donuts, Muffins usw.) sahen alle richtig lecker aus. Leider hatten wir aber nicht die Zeit um ein richtiges Frühstück zu genießen.

Nun mussten wir uns aber auch schon beeilen um unseren Camper rechtzeitig abzugeben. Dies nahm nur wenige Minuten in Anspruch und so konnten wir uns bei Birgit im Auto direkt auf dem Weg zum Flughafen machen. Dies hatte Sie uns netterweise angeboten um die Taxikosten einzusparen. Hier nochmal ein herzliches Dankeschön an Birgit!

Während wir am Gate saßen und auf das Boarding warteten, bemerkten wir eine Gruppe von Personen neben uns (evtl. Inder). Einer davon war ganz in weis gekleidet. Er hatte wohl einen ganz besonderen Status, da er von den anderen vergöttert wurde. Sie verneigten sich immer vor ihm und er legte dann manchmal seine Hand auf deren Schulter. Außerdem ging seine Gefolgschaft immer für ihn ans Handy, und gaben es erst dann an ihn weiter. Als er fertig war nahmen sie das Telefon wieder zurück. Es schien so, als hatte er seinen eigenen Hofstaat mit dabei. Wir hätten zu gern gewusst was er verkörperte...

Der einstündige Flug nach Sydney war zwar unser kürzester bisher, aber hatte dafür die heftigsten Turbulenzen. Somit waren wir froh als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Um nicht wieder unzählige Dollars für ein Taxi auszugeben entschieden wir uns für den Shuttle-Service. Somit zahlten wir inklusive Rücktransport zum Flughafen bei der Abreise 30 AUD pro Person. Leider lies unser Shuttle Bus mehr als eine Stunde auf sich warten. Und natürlich wurde unser Hotel auch als letztes angefahren... Aber naja so spielt das Leben wenn man sparen möchte... Abends machten wir uns dann nochmal auf in die Stadt um uns was zu Essen zu organisieren. Gelandet sind wir bei einem Hot-Dog Stand. Diese sahen zwar sehr kalorienreich aber auch verdammt lecker aus. Und so schmeckten Sie auch. Neben an gönnten wir uns im "Joghurtland" noch einen Nachtisch. Hier konnte man sich in einem Becher verschiedene Softeis Sorten zusammenstellen. als. Topping konnte man verschiedene Früchte, Schokoflocken, verschiedene kleine Küchenstücke und sogar Gummibärchen wählen. Am Ende zahlt man nach Gewicht. Klingt zwar vermutlich etwas eklig die Kombination, aber wir müssen sagen es war Ultra lecker! Um unser Kalorienreiches Abendessen zu verdauen liefen wir den langen Weg von ca. 4 km zu unserem Hotel.
03November
2013

The Grampians

Heute Nacht regnete und stürmte es heftig. Wir wachten mehrmals auf, weil der Regen so laut auf unser Hitop klatschte. Glücklicherweise hörte der Regen gegen 7.00 Uhr morgens auf. Nach einem kurzen Frühstück und nachdem wir den Camper wieder reisebereit hatten, machten wir uns auf den Weg von Warrnambool nach Halls Gap in den Grampians Nationalpark. Mittlerweile kam die Sonne wieder etwas raus. Der Weg führte durchs Niemandsland, eine kerzengerade Straße an die 50 km lang, nur selten ging mal links oder rechts ein Abzweig weg. Gegenverkehr ebenfalls so gut wie Fehlanzeige. Einzig der starke Seitenwind machte uns mit unserem Hitop-Camper zu schaffen. Die schmale Breite und das Hitop ergeben hier eine deutlich ungünstige - ja teilweise sogar gefährliche - Kombination. Nach einiger Zeit kamen wir wieder auf einen Highway und der Verkehr wurde wieder etwas mehr. Gegen Mittag machten wir Stopp am Lake Bellfield. Aufgrund der vielen Mücken viel der Aufenthalt jedoch kurz aus. Nur einen Kilometer weiter stoppten wir an der Staumauer des Sees erneut, hier war die Luft zum Glück Mückenfrei, was aber auch an dem aufziehenden Wind gelegen haben könnte. Wir fuhren weiter nach Halls Gap und dort hoch in die Berge Richtung den MacKenzie Falls. Hier Bogen wir jedoch einige Male ab, um an den verschiedenen Aussichtspunkten (u.A. "The Balkonies") das beeindruckende Panorama zu bewundern. Während unserer Fahrt durch die Berge ist uns aufgefallen, dass so gut wie alle Bäume angekohlt waren. Die Bäume hatten jedoch trotzdem Blätter und auch am Boden war alles Grün. Der Buschbrand hier (muss vermutlich schon einige Zeit her sein) hatte wohl hier alles erwischt. Für unsere Größen und Flächenverhältnisse einfach unvorstellbar. Nun mussten wir uns aber sputen um noch rechtzeitig zu den MacKenzie Falls zu gelangen. Es gab wieder verschiedene Aussichtsplattformen, welche wir besuchten, den besten Blick hatte man jedoch von unten. Hier hatten wir einige Zeit gezögert, ob wir die lange und steile Treppe wirklich runter gehen sollten. Alle die hochkamen schnaubten und hatten rote Köpfe... Letztendlich hat aber glücklicherweise unser Abenteuerdrang gesiegt... Nach einer kurzen Verweildauer begannen wir wieder mit dem Aufstieg, bei dem wir jedoch einige Male pausieren mussten. Um 16.30 Uhr machten wir uns auf den Weg Richtung Ballarat um dort einen Campingplatz zu suchen. Gelandet sind wir noch ein Stück weiter in einem kleinen Örtchen Namens Bacchus Marsh. Um 20.00 Uhr stellten wir unseren Camper ab. Der Preis war mit 34 AUD eine positive Überraschung! Hier gibt es trotz der Nähe zu Melbourne keinen Melbourne Cup Zuschlag. Während unserer Fahrt sahen wir heute auf diversen Strecken sehr viele Tote Känguruhs am Straßenrand liegen. Teilweise alle paar hundert Meter eines. Jetzt ist uns endgültig klar warum man als Tourist nie Nachts fahren sollte. Die Gefahr für einen Wildunfall ist bedeutend größer als bei uns.
02November
2013

auf zu den 12 Aposteln - 2. Tag Great Ocean Road

Nach einer angenehmen Nacht auf den bisher mit Abstand geilsten Campingplatz klingelte unser Wecker heute bereits um kurz vor Sieben. Wir hatten ja auch einiges vor. Nach einem kurzen Frühstück (Toast und Kaffee) machten wir uns auf den Weg zu der Cape Otway Light Station. Dort angekommen erkundeten wir das Gebiet um den Leuchtturm. Belohnt wurden wir mal wieder mit einem grandiosem Ausblick... Auf dem Rückweg zur Great Ocean Road sahen wir endlich unsere ersten Koalas in freier Wildbahn - und wieviele Gleich auf einem Haufen. Teilweise waren bis zu 3 Stück auf einem Baum, alles direkt neben einer viel befahrenen Straße. Highlight war jedoch ganz klar eine Mutter mit 2 süßen Baby-Koalas. Zurück auf der Great Ocean Road machte diese ihrem Namen keine Ehre, es ging zig Kilometer durchs Landesinnere durch Wälder - ziemlich eintönig. Unser Tank wurde immer leerer und so langsam wurden wir etwas nervös wo denn die nächste Tankstelle bleibt. Wir hatten jedoch Glück und fanden kurz vor den 12 Aposteln eine in einer kleinen Ortschaft. Diese lies sich jedoch das Alleinstellungsmerkmal gut bezahlen... Mit vollem Tank machten wir uns auf die letzten Kilometer zum Highlight der Great Ocean Road. An der ersten Aussichtsplattform hatten wir wieder den WOW-Effekt. Bisher dachten wir immer auf den Postkarten und Bildern sind die Lichtreflexe retuschiert... Aber Nein - Real sieht es wirklich genauso geil wie in den ganzen Hochglanz Broschüren aus. Wir können es noch gar nicht glauben, das wir wirklicher hier sind - wie oft hatten wir uns das schon vorgestellt und nun es es wirklich wahr... Es wirkt wie ein Traum!!! Einfach Genial!

Nachdem wir die Aussicht reichlich genossen haben ging es weiter zum 12 Apostel Nationalpark-Zentrum. Über einen Steg gelangten wir zu dem 2. Aussichtspunkt. Über verschiedenen Stege ging es zu diversen Plattformen. Wir haben natürlich unzählige Fotos vom der beeindruckenden Kulisse geschossen. Zurück auf dem Parkplatz nahmen wir unseren Mut zusammen und entschlossen uns einen Hubschrauberrundflug über die 12 Apostel inklusive London Bridge zu gönnen. Mittlerweile war hier die Hölle los. Nach einiger Wartezeit war es endlich soweit und wir beide wurden vom Bodenpersonal zu unserem landenden Hubschrauber gebracht. Es ging zu wie am Fließband, obwohl 4 Hubschrauber im Einsatz waren. Kaum saßen wir drinnen und hatten die Türen geschlossen gings auch schon in die Lüfte. Ein Absolut geniales Gefühl - Hubschrauber fliegen könnte glatt unser Hobby werden :) Der aufkommende Wind schüttelte unsere Maschine zwar teilweise ordentlich durch aber nach kurzer Zeit wurde es besser... Der Ausblick von oben auf die Steilküste war einfach nur der Hammer! Wir hoffen unsere Bilder aus der Luft sind auch etwas geworden... Die 15 Minuten für den Rundflug rauschten nur so an uns vorbei und ehe wir uns versahen fanden wir uns sicher und wohlbehalten auf dem Boden wieder. Nachdem wir beim Halt an dem 1. Aussichtspunkt nicht runter an Meer gegangen waren, fuhren wir den Kilometer nochmal zurück um dies nachzuholen. Nichts wie runter die Schmale Treppe. Auch hier wurden wir abermals für unsere Mühen belohnt - die späte Nachmittagssonne tauchte die Landschaft in ein ganz anderes Licht als noch vor ein paar Stunden. Innerhalb kürzester Zeit wurden die Wellen immer Stärker - ein beindruckendes Schauspiel der Naturgewalten. Hier hätten wir es den ganzen Tag aushalten können, jedoch wollten wir ja auch noch zur London Bridge. Also die schmale Treppe mit Gegenverkehr wieder hochgekämpft und ab in den Camper.

Nach einiger Zeit erreichten wir die Aussichtsplattform bei der London Bridge. Nach einigen Schnappschüssen genossen wir die Nachmittagssonne.

Da der Abend langsam Nahte machten wir uns auf den Weg nach Warrnambool um uns dort einen Campingplatz zu suchen. Als wir dort ankamen war es bereits 7 Uhr Abends. Leider mussten wir hier wieder wegen des Melbourne-Cups fast 50 AUD für unseren Stellplatz bezahlen, aber es blieb uns ja nichts anderes übrig. Die Preise für alle Unterkünfte sind während dieses Wochenendes höher...

Während Ich mich unserem Blog widmete sorgte mein Schatz für unser wohl verdientes Abendessen. So langsam spielt sich der Camper Alltag ein...



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31Oktober
2013

Great Ocean Road wir kommen!

Voller vorfreude Standen wir heute morgen auf. Heute geht es endlich zur Great Ocean Road. Nach einer Dusche fühlten wir uns wie neu geborenen. Unser Campingplatz war nur etwa hundert Meter vom Meer entfernt. Also machten wir, als wir den Campingplatz verliesen, hier unseren ersten Halt. Wir gingen runter an den Strand und setzen uns auf eine Steinmauer. Sonja wollte unbedingt ihre Füße ins Wasser stecken. Ich blieb lieber sitzen... Lange dauerte es nicht bis sie wieder zurück kam :)

In Torquay machten wir unseren ersten Halt, um uns ein paar Sandwiches zu schmieren. Diese liesen wir uns schmecken, während wir die Surfer beobachteten. Es waren sehr viele Surfer in dem alter um die 40 bis 50 hier. Wir fragten uns etwas neidisch wie diese es sich leisten können an einem Freitag vormittag einfach mal so schnell Surfen zu gehen. Bei uns eigentlich undenkbar. Einige Kilometer weiter hielten wir erneut an einem Strandabschnitt. Wir gingen einen kleinen Fußweg durch die Dünen und befanden uns dann an einem komplett menschenleeren Strandabschnitt.

Wieder zurück auf der Straße stoppten wir bei einem Leuchtturm. Da man diesen jedoch nur mit einer Führung von 45 Minuten betreten durfte entschieden wir uns aus Zeitgründen dagegen. Mittlerweile war es schon mittag und wir befanden uns noch immer nicht auf der eigentlichen Great Ocean Road. Aber es gibt einfach zu viele schöne Plätze an denen man einfach anhalten muss! Dann endlich durchführen wir doch endlich das Schild welches den Beginn der Great Ocean Road markiert. Juhuuuu! Tja nun mach ichs kurz, wir können nicht jeden einzelnen Stopp beschrieben. Es ist einfach ein Genuss diese Straße direkt am Meer entlang zu fahren. Immer wieder spektakuläre Eindrücke. Das einzige Problem dabei ist, dass man als Fahrer lieber auf die Landschaft und das Meer sieht als auf die Straße :)

In der nächstgrößeren Ortschaft Lore gönnten wir uns dann am Strand ein Eis. Anschließend fuhren wir wieder weiter. An einem der zahlreichen Lookouts gingen wir runter bis ans tosende Meer. Hier klatschten die Wellen mit ihrer vollen Wucht gegen den Felsen. Aber seht selbst! Nachdem es langsam Abend wurde, versuchten wir wenigstens heute noch die Hälfte der Great Ocean Road zu schaffen. Wir hatten einfach zu oft angehalten. Aber egal, wir sind ja hier um Urlaub zu haben. In Appollo Bay suchten wir uns dann einen Campingplatz für die Nacht aus. Dieser war der beste und sauberste den wir bisher gesehen hatten. Hier könnte man glatt fünf Sterne vergeben. Es waren nur wenige Meter bis zum Strand und so genossen wird dort den Sonnenuntergang. Ein Tag mit vielen tollen Eindrücken neigte sich dem Ende entgegen.
31Oktober
2013

Philip Island Tag 2

Unsere erste Nacht im Camper haben wir gut überstanden. Besser gesagt wir haben geschlafen wie die Murmeltiere. Erst um 10 Uhr morgens sind wir aufgewacht. Lag wohl auch daran weil, außer uns scheinbar niemand anderes auf dem Campingplatz war. Naja stimmt nicht ganz, als,wir die Campertür öffneten sahen wir einen Feldhasen in aller ruhe nur wenige Meter von uns entfernt beim fressen des frischen Grases. Als erstes wollten wir heute zu den Noobies (Seehunde) auf Phillip Island fahren. So ging es los mit unserem schnuckeligem Camper. Nach kurzer Fahrt erreichten wir das Gelände an der Steilküste. Es gab einige Laufstege über die man an der Küste entlang laufen konnte. Die raue sehr war einfach wunderschön anzusehen, während einem eine steife Briese um die Ohren wehte. Hier blieben wir eine zeitlang und genossen den traumhaften Ausblick. Leider waren an diesem Tag keine Seehunde zu sehen. Ein Stück weiter machten wir noch einen kleinen Spaziergang an den Menschenleeren Strand. Hier sahen wir ein eindrucksvolles Warnschild vor den Wellen. Auch wer nicht lesen kann oder die Sprache versteht, weis sofort was gemeint ist. Wieder zurück auf der Straße sahen wir uns kurz die Rennstrecke auf Phillip Island an. Ob sich die Fahrer bei der genialen Aussicht auf das Rennen konzentrieren können? Erst vor einer Woche fand hier ein Grand Prix statt.

Unser nächster halt war dann am Koala Research. Hier ging es über Holzstege in die Höhe, um so näher an die Koalas heranzukommen. Diese Sitzen wirklich den ganzen Tag auf dem Baum und verbringen die meiste Zeit mit schlafen. Es scheint so als lassen sie sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Wieder am Boden wanderten wir noch ein bisschen durch den Park. Auf einmal stand nur wenige Meter von uns entfernt ein Wallaby (kleine Känguruart) auf dem Weg. Wir liefen ganz langsam und leise weiter. Dies störte es gar nicht und wir waren bis auf 2 Meter an dem Wallaby dran. Echt süß! Am liebsten hätten wir es gleich mitgenommen...

Als wir weiterführen hatten wir noch einen kurzen Stopp an der Phillip Island Choclate Factory. Die Führung liesen wir jedoch aufgrund des horrenden Eintrittspreises ausfallen. Stattdessen gab es nur eine Banane mit Schokoüberzug und einen Kaffee. Nun fuhren wir wieder richtung Festland. Kaum waren wir über die Brücke wieder zurück legten wir auch unseren ersten Tankstopp ein. Benzin, der Liter für 1,50 AUD (1,10 Euro). Ein Traum! So macht tanken endlich mal wieder Spaß!

Wir fuhren nach Sorrento um von dort aus nach Queenscliff mit der Fähre zu fahren. Sonst müssten wir wieder bis Melbourne hoch und dann runter Richtung Great Ocean Road. Gegen sieben Uhr trafen wir am Fährhafen ein. Die Tore waren geschlossen und außer uns war niemand hier. Also haben wir uns den Aushang etwas genauer angesehen. Die letzte Fähre liegt bereits um sechs ab. Lediglich um sieben kommt nochmal eine an. So ein Mist, jetzt sitzen wir heute hier fest. Das hatten wir uns anders vorgestellt. Wir wollten morgen früh schon beizeiten mit der Great-Ocean-Road starten. Als wir uns damit abgefunden hatten sahen wir nach wann morgen früh die erste Fähre geht. Währenddessen legte wohl die letzte Fähre an. Auf einmal eilt ein Arbeiter auf uns zu und ruft ob wir mitwollen. Ich natürlich gleich ja natürlich, aber wir haben keine Tickets! Er ruft nur Cash? Und reibt dabei die Finger. Yes of corse! Er winkt uns zu, wir sollen uns beeilen und über die Ausfahrt reinfahren. Wir freuen uns wie die Schneekönige! Also klappt es heute doch noch. Wir fahren auf die komplett leere Fähre mit unserem Camper. Eine weiteres Auto winkt er dann ebenfalls noch mit rein. So fahren wir mit der eigentlich Menschenleeren Fähre und können unser Glück noch gar nicht fassen. Der Laderraum sowie das Deck sind komplett leer. Irgendwie ein geiles aber auch komisches Gefühl. Als wir anlegen suchen wir sofort des nächsten Campingplatz auf. Hier bringen wir erstmal etwas Ordnung und Organisation in unser kleines Heim. Am Vortag war hierzu ja keine Zeit. Ebenso haben wir gleich unsere erste Ladung Wäsche gleich wieder gewaschen. Dabei gabelten wir Jason aus Melbourne auf, mit dem wir dann nich eine gute Stunde plauderten. Die Ausies sind wirklich kontaktfreudig. Somit kamen wir auch heute nicht etwas früher ins Bett...
30Oktober
2013

Phillip Island

Heute hieß es leider schon wieder Abschied nehmen von Melbourne. Die Stadt hat uns so gut gefallen, das wir hier gerne noch ein paar Tage hätten verbringen können. Ja man kann sogar sagen sie ist uns ans Herz gewachsen. Mit dem Taxi fuhren wir zu unserer Camperübernahme. Hier waren dann schon wieder 60 AUD für das Taxi fällig, echt eine kostspielige Angelegenheit! Der Taxifahrer versuchte uns auch noch beim Wechselgeld übers Ohr zu hauen. Er dachte wohl wir checken es nicht, da wir uns mit der Währung vielleicht nicht auskennen, aber zum Glück haben wir es gemerkt.

Während wir im Büro von Apollo (Camper-Vermieter) den Papierkram erledigten, traf Birgit ebenfalls hier ein. Mit ihr hatten wir uns verabredet, da sie in Sunbury nahe Melbourne wohnt. Sonja kannte sie bis heute nur aus einer Facebook Gruppe. Diese Chance eines Real-Life Treffens wollten beide natürlich nutzen. Man muss noch dazu sagen, dass sie nicht nur den gleichen Nachnamen (Müller) haben sondern Birgits Tochter heißt auch noch Sonja. Was für ein Zufall. Nach einer kurzen Einweisung in die Funktionen des Campers waren wir auch schon startklar. Achja fast hätten wird vergessen, mit dem Camper hatten wir Glück. Bezahlt haben wir für ein Auto der Marke Cheapa Campa. Diese sind normalerweise etwas älter. Wir bekamen jedoch ohne Mehrpreis einen Apollo, diese sind die neueren und bekommen dann wenn sie ausgemustert werden einfach die Cheapa Campa Aufkleber verpasst. Natürlich haben wir uns darüber nicht beschwert.

Nun fuhren wir los, das erste mal Linksverkehr! Ganz schön ungewohnt. Da die Straße hier sehr stark befahren war, lotste Birgit uns erstmal in eine Seitenstraße. Hier fuhren wir 2x um den Block und fühlten uns dann schon etwas sicherer. So konnte es jetzt zu einem nahegelegenen Einkaufszentrum gehen. Dort konnten Sonja und Birgit dann bei ein paar Donuts und Kaffee erstmal in Ruhe tratschen. Die Zeit drängte jedoch schon wieder und wir deckten uns noch schnell bei Aldi (ja den gibt es hier auch) mit den wichtigsten Lebensmitteln für die nächsten Tage ein. Anschließend hieß es auch schon wieder Abschied nehmen und wir machten uns auf den Weg nach Phillip Island. Unser Navi lotste uns direkt durch das Verkehrschaos von Melbourne. Was für ein Start in den Linksverkehr! Das hätten wir uns gerne anders gewünscht! Nachdem wir die City auf Teils mehrspurigen Straßen durchquert hatten viel uns auf, dass im Navi die Mautstraßen ausgestellt waren. Wir hatten eigentlich extra vorher die Maut bei einer Australischen Postfiliale gelöst. Naja was einen nicht umbringt macht einen nur noch härter. Als wir aus Melbourne draußen waren, klappte das fahren bereits wie am Schnürchen. Nun waren wir guter Dinge. Wer den Stadtverkehr von Melbourne am ersten Tag übersteht, sollte hoffentlich sonst auch keine größeren Probleme bekomme .

Gegen sechs Uhr abends kamen wir endlich an. Highlight auf Phillip Island ist die Pinguin Parade. Hier kommen jeden Abend hunderte putzige kleine Pinguine aus dem Meer und machen sich auf den Weg zu ihren Nestern. Auf dem Parkplatz angekommen umringten uns erstmal Scharen von Möwen. Diese wollten wohl etwas zu Fressen von uns haben. Während wir parken wollten liefen diese direkt vor und unter dem Auto herum. Als die nächsten mit dem Auto ankamen, das gleiche Schauspiel. Das Auto stoppt wegen der Möwen, die Insassen schauen sich fragend an, aber irgendwann fährt man einfach weiter. Die Möwen weichen erst im allerletzten Moment den Rädern aus. Schade, das wir die Kamera zum Filmen nicht griffbereit hatten. Nun haben wir schnell die Tickets für die Parade gekauft. Allerdings hatten wir nur eine Stunde um uns einen Campingplatz zu suchen und wieder zurück zu kommen. Den ersten Campingplatz den wir sahen steuerten wir auch gleich an und buchten diesen für eine Nacht. Dann hieß es Gas geben, um rechtzeitig zur Pinguinparade zurück zu sein. Dies schafften wir auch gerade noch so. Wir hatten eine Tour in einer kleiner Gruppe gebucht, die von einem Ranger begleitet wird. Da der Rest der Gruppe mit dem Ranger schon in einem extra Raum war, brachte uns die Dame von der Kasse noch schnell dorthin. Die Rangerin erklärte einiges zu den Pinguinen. Als dann die Dämmerung einbrach, gingen wir runter zu den Tribünen, von denen aus man die Pinguine beobachten konnte. Wir durften sogar mit in den Aussichtsturm, von dem aus die anderen Ranger die ankommenden Pinguine beobachten und zählten. Dort bekamen wir Ferngläser und dann hies es erstmal warten. Wir waren froh, nicht wie alle anderen auf der Tribüne zu sitzen, denn mittlerweile wurde es richtig kalt.

Nach etwa einer halben Stunde begann dann das witzige Schauspiel. Eine Gruppe von etwa 10 Pinguinen wurde an Land gespült. Sie wurden jedoch von den Wellen immer wieder zurück ins Meer gezogen. Erst als sie merkten die Luft ist rein, machten sie sich auf den Weg und watschelten erst denn Strand entlang und anschließend die Dünen hoch. Nun wurden immer mehr Pinguine in größeren Gruppen angespült. Wir verliesen nun den Aussichtspunkt um noch näher an die Pinguine heranzukommen. Nur ein bis zwei Meter neben uns watschelten Sie fiepend an uns vorüber. Immer wieder stoppte die Gruppe und sah sich um. Teilweise gab es auch Streit wenn ein Pinguin in die Nähe eines bereits besetzten Nestes kam. Obwohl uns wirklich saukalt war, konnten wir uns nicht überwinden um zu gehen. Es war einfach zu beeindruckend. Irgendwann als der Pinguinstrom dann doch etwas abriss, beschlossen wir uns auf den Weg zu unserem Campingplatz zu machen. Gegen elf Uhr abends trafen wir dann endlich dort ein. Wir hatten einen sau Hunger, weil wir noch immer nichts zu Abend gegessen hatten. Also schmierten wir uns todmüde noch ein paar Sandwiches bevor wir endlich ins Bett fielen.

Von der Pinguin Parade haben haben wir leider keine Photos, da dies verboten war. Durch das Blitzlicht könnten die Pinguine geblendet werden. Ihre Augen würden mehrere Tage benötigen um sich wieder zu erholen. Daher verzichteten wir natürlich darauf. Wobei es natürlich trotzdem einige wenige gab, die sich leider nicht daran hielten und denen ein Photo wichtiger als die Gesundheit der Tiere war.
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